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Code und Coding

Auf der Suche nach netten Coding Blogs bin ich auf http://codecult.wordpress.com/, mal näher aus dem Innenleben der Webentwicklung und von Javascript zu schreiben.
11.1.11 14:08


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Ende

Lange Eiszeit dieses Blogs.
27.10.06 15:49


Eine Frage

"Wie verhindern wir die Projekte der Firmenlobby Mediaspree und andere kommerzialisierende, verdrängende, yuppiesierende Groß- und Kleinprojekte in Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte?"

Möchte der Initiativkreis "Mediaspree versenken!" in einer Ankündigung zu seinem Treffen wissen. Ich dagegen würde gerne wissen: wie lassen sich Scheußlichkeiten wie "Mediaspree versenken!" verhindern?

Mehr zu machen, als darauf hinzuweisen, dass hier Deutsche wie schon ihre Vorfahren das raffende Kapital bekämpfen wollen, lässt sich kaum. Ob sich dadurch die wahnhafte Ideologie dieser AntikapitalistInnen bekämpfen lässt, bleibt fraglich.
Besonders absurd daran, dass hier Bruchstücke soziologischer Theorien zur Begründung der eigenen Vorurteile verwendet werden. Da wird dann mit einem Rückgriff auf Lebensstil- Konzeptionen der vermeintliche "Yuppie" als Ersatzhassobjekt für den Juden aufgestellt.

Kurz: es geht hier um eine Initiative, die gegen den "Media Spree" Zusammenschluß, der in Berlin zwischen Jannowitzbrücke und Warschauer Straße diverse Bauvorhaben realisieren will.

Offen bleibt, wenn man die Texte der Protest-Initiative liest: Wer wird auf diesem Areal verdrängt? Dort wohnte niemand - dort will niemand wohnen, es gibt dort noch nicht einmal eine "alteingesessene Bevölkerung" (wie ansonsten bei Studien zu Gentrification eine Bevölkerungsgruppe in Wohngebieten klassifiziert wird). Das will man nicht wahrhaben und so wird händeringend "das alte Kreuzberg und Friedrichshain" gegen die "arroganten Politiker" verteidigt. Man selbst braucht weder Studien zu lesen noch Effekte kritisch abzuwägen, man weiß mit seinem gesunden Volksempfinden, was durch das Projekt passieren wird: "Wohnraum wird teuer, kleinere Gewerbe verschwinden, unkommerzielle Strukturen werden verdrängt."
Auch wenn es dort weder Wohnraum, noch kleine Gewerbe, noch unkommerzielle Strukturen gab, gibt und geben wird.

Dass einer der 23 Investoren bei Media Spree ein Rechtsverfahren gegen die Wagenburg "Schwarzer Kanal" angestrengt hat, wird als Vorwand benutzt, um hier eine Verbindung herzustellen, wo es keine gibt: das ganze Projekt würde auf nichts weiteres aus sein, als mutwillig alles und jeden zu verdrängen. Verschwörungstheorien hart an der Grenze zur klinischen Paranoia.
Aber weil man ans Protestieren gewöhnt ist, und dort den bösen Kapitalismus wittert, muss eben gegen die "lebensfeindliche Städteplanung" protestlert werden. Das nackte Leben gilt es schließlich zu schützen und in Stellung zu bringen gegen das abstrakte Kapital, dem verschiedenen Gesichter: Jude, Yuppie, Media Spree aufgemalt werden.
Wenn Deutsche den Kapitalismus kritisieren hört man immer die Volksgemeinschaft nachhallen in ihrer Wut auf das abstrakte Kapital, dem man an die Gurgel gehen und ihm alle vermeintlichen Kränkungen heimzahlen würde, wenn man denn nur könnte.


alle Zitate hier und da
23.10.06 12:47


Was vom Tage übrig blieb

Kultur des Bildes
Es bleibt eigentlich nur die Frage offen, warum es im Internet kein historisches Entwicklungsstadium gab, wo Voice-Messages of Blogs oder Messageboards hinterlassen werden konnten. Nun ist man direkt von der geschriebenen Sprache auf die Kommunikation per Videos übergegangen.

Kameras und Babys
Die Anschaffung von Fotoapparat und Baby ähneln sich. Zuerst werden erheblich viele, gänzlich überflüssige Fotos geschossen aus Freude über das neue Gadget. Irgendwann ist die anfängliche Begeisterung vorbei und die Frequenz der Fotografien nimmt merklich ab. Gibt es eigentlich von Zweit- und Spätergeborenen statistisch gesehen weniger Badewannenfotos?
22.10.06 23:22


Zitate zur Einführung des Privatfernsehens in Deutschland

Nach Anregung der Lektüre des Textes "65 Jahre deutscher Film" von Wolfgang Pohrt fragte ich mich, wie es sich denn mit dem Monopol des Staates in anderen Mediensparten verhielte. Konkretes Beispiel: wie es damals zur Öffnung des Marktes für private TV-Stationen in Deutschland kam. Hier die Ergebnisse der Recherche:

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Privatfernsehen war aus der Sicht seiner Geburtshelfer in erster Linie eine Maßnahme der Wirtschaftspolitik. Außerdem dachte man bei der CDU: In einem kapitalistischen Fernsehen wird es niemals mehr auch nur eine einzige SPD-freundliche Sendung geben.
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Müller sagte, warum die Sozialdemokratie so heftig gegen das Privatfernsehen war und, um es zu verhindern, sogar die staatliche Förderung der Satellitentechnik einstellen wollte – ein später Fall von Maschinenstürmerei. Müller verglich das Privatfernsehen mit Drogen.
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Ungefähr dreißig Jahre lang, während der Epoche des öffentlich-rechtlichen Sendemonopols, hat ausgerechnet das öffentlich-rechtliche Fernsehen einen alten Traum der Nazis Wirklichkeit werden lassen: die Volksgemeinschaft. Einer wird gewinnen mit Hans-Joachim Kulenkampff war in dieser Hinsicht besser als das beste Winterhilfswerk. Wir dachten, wir hätten alle die gleichen Träume. Das Privatfernsehen hat dagegen Sozialaufklärung geleistet.

DIE ZEIT 08.01.2004 Nr.3

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Helmut Kohl hatte den Fernsehverächter Helmut Schmidt abgelöst, der noch 1979 die Verkabelungspläne seines Postministers Kurt Gscheidle gestoppt hatte: „Wir dürfen nicht in Gefahren hineintaumeln, die akuter und gefährlicher sind als die Kernenergie.“

Tagesspiegel 28.12.2003

-> siehe auch
Scrupeda - Es bringt uns alle um! Es bringt uns alle um!
16.10.06 21:54


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