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Amen Break
Der Videokünstler Nate Harrison hat einen Vortrag über die Geschichte des Amenbreaks mit Klangbeispielen erstellt, der sich intensiv mit Fragen des Sampling und Copyrights auseinandersetzt. Ursprünglich auf Vinyl gepresst (wer schnell zuschlägt, kann die limitierte Platte für 20 Euro im Kunstverein in Hamburg erstehen) und als Audioinstallation realisiert, gibt es auch ein Video davon, dass man sich auf der Webseite von Harrison ansehen kann.
Can I Get An Amen?, 2004 recording on acetate, turntable, PA system, paper documents dimensions variable total run time 17 minutes, 46 seconds
http://nkhstudio.com/
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Nachtrag Hamburg Vorträge
Ein Mitschnitt der Vorträge wird am 16.11.2006 zwischen 17 und 19 Uhr auf Radio FSK in Hamburg gesendet. Einen Stream gibt es unter http://www.fsk-hh.org/
Danke an Istari Lasterfahrer für die Radiosendung und Thomas Baldischwyler für die Veranstaltung und den Mitschnitt.
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Reste
Welche Förmigkeit außer der Warenförmigkeit sollte Kultur denn haben?
Einwurf Roger Behrens: Standardisierung von Kulturwaren ist per se nichts schlimmes, sie macht es möglich, dass Schallplatten abgespielt werden können, (hier beginnt der vage gemerkte Teil) dass das musikalische Material mixbar ist (Standardisierung nicht nur der Medien sondern auch der Musik).
Was ist mit Produktion, die nicht markt-orientiert funktioniert. Gibt es diese überhaupt? Also nach Michael Heinrich der Pizzabäcker, der sich selbst eine Pizza backt und damit keine Ware herstellt. Ist ein Free-Tekknival dasselbe? Weitere Dimension: Subvention durch den Staat.
A propos: symbolische Produktion?! Und was ist mit der Anhäufung von kulturellem Kapital? Was häufe ich damit an, wenn ich im hochkulturellen Kontext produziere?
German Sonderweg in Sachen Techno: anarchistische Rave-Szene in England versus die "Mayday-HJ" (Alec Empire). Wo kommt die Lust her für die Paraden? Einwurf Roger Behrens: nach der Wiedervereinigung 1990 hatte man die Loveparade am Start, die das neue Deutschland repräsentieren sollte. Vielleicht das mit Günther Jacob abgleichen, der den Aufstieg der einstigen Subkultur-Rebellen in die Feuilletons und Chefetagen beschreibt.
Machen wir E oder U? Bzw. ist das bemerkenswert, dass Subkultur im hochkulturellen Kontext Diskurse führt? Wir meinen: nein. Die Frage stellte sich gar nicht für uns. Natürlich hat das Hardwax ein Interesse daran, seine Praxis als "ganz toll neu" zu präsentieren, das ist der Mythos, von dem diese Art von Techno lebt.
- Seid ihr mit Eurer Gage zufrieden? + Kannst du die Frage spezifizieren? - Nein. + Ja.
Warum kostete der Abend 5 Eu Eintritt? Und dann über Subversion reden. Ha! Kunst als das perpetuum mobile der Produktion: der Künstler bzw. Referent lebt von Luft und Liebe. Warum fordert niemand an der Tankstelle, er wolle lieber nicht für den Sprit bezahlen? Oder einen Arbeiter auf, er solle für ohne Lohn arbeiten. Erstaunlich, dass die Vorstellung dort als gänzlich absurd scheint. Kunst und Kultur als das Wunderland von Alice, ihr scheinen alle Gesetze der Produktion märchenhaft aufgehoben zu sein. Die Ausgaben von Kulturschaffenden, die Arbeitszeit etc. wird zumeist nicht gesehen. Ebenso, dass man bei 2 von 3 Veranstaltungen mit einem minus nach Hause geht.
War Gegenkultur (welche?) dagegen? Oder ist es schon absurd anzunehmen, es gäbe ein außen zur Kulturindustrie? Also: die Menge produziert und das Spektakel rekuperiert. Oder gebe ich dadurch den Begriff der Totalität auf?
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Ich möchte keine Kultur sein!
„Ich möchte keine Kultur sein!“ Über die Produktionsverhältnisse elektronischer Musik zwischen Widerständigkeit und Affirmation Vortrag und Gespräch mit Christoph Fringeli, Basel und Lfo Demon, Berlin anschließend: Christoph Fringeli und Lfo Demon im Golden Pudel Klub
Donnerstag, 28. September, 19 Uhr Kunstverein in Hamburg Klosterwall 23 20095 Hamburg
Hintergrund: In der Präsentations- und Veranstaltungsreihe Drei Geschäfte. Mode, Bücher & Musik installieren ein Modegeschäft aus Köln, ein Buchladen aus Berlin und Musikfachleute aus Hamburg im Erdgeschoss des Kunstvereins von April bis November jeweils einen Mode-, einen Buch- und einen Plattenladen. Dabei werden folgende inhaltliche Fragestellungen fokussiert: Wie reagieren die Eingeladenen auf die räumlichen und institutionellen Vorgaben des Kunstvereins und die Kontextverschiebung von Verkaufs- zu Ausstellungsraum? Was hat es auf sich mit dem wechselseitigen Interesse von Kunst, Theorie, Mode und Musik? Wo liegen die Unterschiede in Produktion, Präsentation und Distribution? Lassen sich die ideellen und wirtschaftlichen Ökonomien dieser Bereiche vergleichen? Bei allen drei Geschäften steht dabei die diskursive Distribution ihrer „Waren“ im Vordergrund.
Nach dem Modegeschäft Heimat aus Köln und dem Berliner Buchladen b_books wird der Hamburger Musiker und Künstler Thomas Baldischwyler einen Plattenladen auf Zeit im Kunstverein einrichten. Diesmal handelt es sich jedoch nicht um die Dependance eines bestehenden Geschäfts. Vielmehr hat Baldischwyler verschiedene nationale und internationale Labels, Vertriebe und Läden um eine Beteiligung gebeten. Teile der Präsentation bilden darüber hinaus eine Reihe von Interview-Dokumentationen, zwei Audio- und Video-Essays des amerikanischen Künstlers Nate Harrison, zwei Wandmalereien des australischen Musikers und Künstlers Swift Treweeke und eine Dubplate-Schneidemaschine. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf den speziellen ökonomischen Strukturen, die von den einzelnen Referenten repräsentiert werden, auf dem Versuch, alternative Produktions- und Distributionsformen zu konstituieren, auf dem Umgang mit diesen und ihren Vor- und Nachteilen. Auch bei der Auswahl der Labels und Vertriebe, die den Plattenladen durch ihre Leihgaben bestücken, spielt dies eine entscheidende Rolle. Alle Beteiligten kann man als Independent-Labels bzw. -Vertriebe bezeichnen, das heißt, dass sie in eher kleinteiligen Strukturen agieren, aber durchaus eine breite Öffentlichkeit erreichen.
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Aua, Aua, Schlimm, Schlimm
SPECIAL: BREAKCORE-KRAWALLBRÜDER
Venetian Snares Der blonde Hühne mit der Stroboskop-Programmierung ist für die komplexen Emotionen im Breakcore zuständig. Pathos und Sperrfeuer jenseits menschlicher Spielfähigkeit.
Tim Exile Wenn der Wahl-Brightoner eine Bühne betritt, reichen sich Schuljunge, Punk und Surfer im Breakcore-Gewitter die Hände. Sein Begriff "Gabbaret" trifft es auf den Punkt.
Drop the Lime Luca Venezia fiel nur durch Zufall in den Breakcore-Topf. Dann stellte er fest, dass ihm Tanzen wichtiger ist als Anti-Musik. Jetzt rührt der New Yorker in den verschiedensten Break-Suppen mit, immer mit der schärfsten Gewürzmische.
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