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Günther Jacob im Interview in der Jungle World 3/2006

Das ganze Interview mit ihm l?sst sich hier nachlesen, sehr empfehlenswert: http://jungle-world.com/seiten/2006/03/7027.php


Wie ich schon an anderer Stelle schrieb:
Das Interview mit G?nther Jacob hat es echt in sich - er deckt da einiges an linken Plattheiten in Sachen Medientheorie und Kunstverst?ndis auf, die durchaus im Trend der gesamtgesellschaftlichen Heuchelei liegen. Der Interviewer wirkt allerdings wie ein Stichwortgeber und h?tte ruhig mal an einigen Stellen kritischer nachfragen k?nnen, z.B. an dieser Unterscheidung dass die NPD inakzeptabel w?re (aufgund ihrer Inhalte), Aggro Berlin dagegen nur symbolisch operieren w?rde. W?rde ich so erstmal nicht mitgehen wollen, gerade folgende Aussage st?rt mich:

Wenn man den Saal betritt, verl?sst man jene Wirklichkeit, in der politisch und praktisch gehandelt wird. Ich m?chte diese Unterscheidung von Fiktion und Wirklichkeit aber dort einschr?nken, wo es um den Nationalsozialismus gehtweil die Nazis ihre antij?dischen Phantasiebilder durch Massenmord wahr gemacht haben. Gegen alle, die sich in die Nach folge von M?rdern stellen, hilft nur das strikte Verbot.

Erst zu behaupten, Kunst sei nur symbolisch um dann aber Nationalsozialismus als Ausnahmefall einzuf?hren, wo der Spa? bzw. das Symbolische aufh?ren soll. Diese Aufteilung in "(praktische) Wirklichkeit" und "(symbolische) Sph?re der Kultur" steht m.E. diametral gegen?ber der Kulturindustriethese nach der es diese Trennung in der Form nicht mehr gibt.
W?re aber auch m?glich, dass ich mich an der Formulierung aufreibe. Nicht dass ich den Unterschied einebnen wollte, den es macht Landser, Madonna oder eben Bushido zu h?ren. Nur diese Auffassung fand ich bei Jacob komisch, das meiste seiner Aussagen fand ich ganz gut, wichtig der Hinweis auf die gesamtgesellschaftlichen Zusammenh?nge und psychische Disposition der KonsumentInnen.
24.1.06 16:48
 



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