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Reste

Welche Förmigkeit außer der Warenförmigkeit sollte Kultur denn haben?

Einwurf Roger Behrens: Standardisierung von Kulturwaren ist per se nichts schlimmes, sie macht es möglich, dass Schallplatten abgespielt werden können, (hier beginnt der vage gemerkte Teil) dass das musikalische Material mixbar ist (Standardisierung nicht nur der Medien sondern auch der Musik).

Was ist mit Produktion, die nicht markt-orientiert funktioniert. Gibt es diese überhaupt? Also nach Michael Heinrich der Pizzabäcker, der sich selbst eine Pizza backt und damit keine Ware herstellt. Ist ein Free-Tekknival dasselbe?
Weitere Dimension: Subvention durch den Staat.

A propos: symbolische Produktion?! Und was ist mit der Anhäufung von kulturellem Kapital? Was häufe ich damit an, wenn ich im hochkulturellen Kontext produziere?

German Sonderweg in Sachen Techno: anarchistische Rave-Szene in England versus die "Mayday-HJ" (Alec Empire). Wo kommt die Lust her für die Paraden? Einwurf Roger Behrens: nach der Wiedervereinigung 1990 hatte man die Loveparade am Start, die das neue Deutschland repräsentieren sollte.
Vielleicht das mit Günther Jacob abgleichen, der den Aufstieg der einstigen Subkultur-Rebellen in die Feuilletons und Chefetagen beschreibt.

Machen wir E oder U? Bzw. ist das bemerkenswert, dass Subkultur im hochkulturellen Kontext Diskurse führt? Wir meinen: nein. Die Frage stellte sich gar nicht für uns. Natürlich hat das Hardwax ein Interesse daran, seine Praxis als "ganz toll neu" zu präsentieren, das ist der Mythos, von dem diese Art von Techno lebt.

- Seid ihr mit Eurer Gage zufrieden?
+ Kannst du die Frage spezifizieren?
- Nein.
+ Ja.

Warum kostete der Abend 5 Eu Eintritt?
Und dann über Subversion reden. Ha! Kunst als das perpetuum mobile der Produktion: der Künstler bzw. Referent lebt von Luft und Liebe. Warum fordert niemand an der Tankstelle, er wolle lieber nicht für den Sprit bezahlen? Oder einen Arbeiter auf, er solle für ohne Lohn arbeiten. Erstaunlich, dass die Vorstellung dort als gänzlich absurd scheint. Kunst und Kultur als das Wunderland von Alice, ihr scheinen alle Gesetze der Produktion märchenhaft aufgehoben zu sein. Die Ausgaben von Kulturschaffenden, die Arbeitszeit etc. wird zumeist nicht gesehen. Ebenso, dass man bei 2 von 3 Veranstaltungen mit einem minus nach Hause geht.

War Gegenkultur (welche?) dagegen? Oder ist es schon absurd anzunehmen, es gäbe ein außen zur Kulturindustrie? Also: die Menge produziert und das Spektakel rekuperiert. Oder gebe ich dadurch den Begriff der Totalität auf?
3.10.06 12:12
 



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