Nach Anregung der Lektüre des Textes "65 Jahre deutscher Film" von Wolfgang Pohrt fragte ich mich, wie es sich denn mit dem Monopol des Staates in anderen Mediensparten verhielte. Konkretes Beispiel: wie es damals zur Öffnung des Marktes für private TV-Stationen in Deutschland kam. Hier die Ergebnisse der Recherche:
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Privatfernsehen war aus der Sicht seiner Geburtshelfer in erster Linie eine Maßnahme der Wirtschaftspolitik. Außerdem dachte man bei der CDU: In einem kapitalistischen Fernsehen wird es niemals mehr auch nur eine einzige SPD-freundliche Sendung geben.
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Müller sagte, warum die Sozialdemokratie so heftig gegen das Privatfernsehen war und, um es zu verhindern, sogar die staatliche Förderung der Satellitentechnik einstellen wollte – ein später Fall von Maschinenstürmerei. Müller verglich das Privatfernsehen mit Drogen.
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Ungefähr dreißig Jahre lang, während der Epoche des öffentlich-rechtlichen Sendemonopols, hat ausgerechnet das öffentlich-rechtliche Fernsehen einen alten Traum der Nazis Wirklichkeit werden lassen: die Volksgemeinschaft. Einer wird gewinnen mit Hans-Joachim Kulenkampff war in dieser Hinsicht besser als das beste Winterhilfswerk. Wir dachten, wir hätten alle die gleichen Träume. Das Privatfernsehen hat dagegen Sozialaufklärung geleistet.
DIE ZEIT 08.01.2004 Nr.3
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Helmut Kohl hatte den Fernsehverächter Helmut Schmidt abgelöst, der noch 1979 die Verkabelungspläne seines Postministers Kurt Gscheidle gestoppt hatte: „Wir dürfen nicht in Gefahren hineintaumeln, die akuter und gefährlicher sind als die Kernenergie.“
Tagesspiegel 28.12.2003
-> siehe auch
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